Der bekannte Medienberater Michael Spreng sprach am 13.05.09 vor rd. 80 Teilnehmern im Rahmen der Wirtschafststunde in Mannheim. In seinem einstündigen Vortrag zum Thema "Wahlkämpfe in einer Mediendemokratie" ging er auf mehrere Aspekte ein:
Michael Spreng sieht die CDU mit den meisten Koalitionsmöglichkeiten - wenn es auch nur zwei sind. Er hält CDU/FDP am wahrscheinlichsten. Als kleineres Übel sieht er die Große Koalition an, die nach seiner Meinung nach zwei Jahren von einer SPD/Linke/Grüne Koalition abgelöst würde.
Die Grünen können sich nach seiner Prognose bereits auf die Oppositionsbank bequem machen.
Viele Politiker werden im Umgang mit den Medien immer vorsichtiger. Das "Recht an Bild und Wort" wird immer öfters nachgehalten. Damit wird aus seiner Sicht eine neutrale Medienberichterstattung schwieriger, wenn die Politiker kritische Passagen eines Interview im nachhinein streichen oder entschärfen.
"Was nützt uns ein Wahlkampf wie ihn Barack Obama geführt hat, wenn wir keinen Obama haben?" mit dieser Frage zeigte Spreng das Dilemma der deutschen Parteien auf: Es fehlt ein charismatischer und rethorisch bewanderter Politiker wie Obama. Dem Fernsehduell "Merkel-Steinmeier" fiebert er nicht entgehen, da es nicht wahlentscheidend sein wird.